Applikationswege in der Therapie der Multiplen Sklerose – monoklonale Antikörper im Fokus

Die Lernkontrollfragen lassen sich online unter https://cmemedipoint.de/ onkologie/nsclc-molekulare- testung/ oder mit dem angehängten Faxblatt beantworten.

Lernkontrollfragen
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  1. Welche Aussage zur Epidemiologie und Ätiologie der Multiplen Sklerose (MS) ist richtig?
    1. Deutschland gehört zu den Ländern mit einer niedrigen MS-Prävalenz.
    2. Die primär progrediente MS (PPMS) ist die häufigste Verlaufsform in Deutschland.
    3. Es erkranken deutlich mehr Männer als Frauen an MS.
    4. Mehr als 200 Genvarianten sind mit einem erhöhten MS-Risiko verbunden.
    5. Eine Infektion mit dem Zytomegalievirus gilt als Risikofaktor für die Entstehung der MS.
  2. Was gehört nicht zu den Funktionen, mit denen B-Zellen an der Pathogenese der MS beteiligt sind?
    1. Produktion von Antikörpern
    2. Interaktion mit T-Zellen über die Präsentation von Antigenen
    3. Produktion proinflammatorischer Zytokine und Chemokine
    4. Produktion löslicher toxischer Faktoren
    5. Direkte zellvermittelte Schädigung von Neuronen
  3. Welche krankheitsmodifizierende MS-Therapie wird intramuskulär appliziert?
    1. Teriflunomid
    2. Glatirameracetat
    3. Interferon-(IFN-)β-1b
    4. IFN-β-1a
    5. Ublituximab
  4. Wie hoch ist der Anteil an Lymphozyten, der sich im Gewebe und lymphatischen System befindet?
    1. 52 %
    2. 65 %
    3. 73 %
    4. 81 %
    5. 98 %
  5. Welcher monoklonale Antikörper hemmt die Immunzellmigration ins zentrale Nervensystem (ZNS)?
    1. Ocrelizumab
    2. Natalizumab
    3. Ublituximab
    4. Alemtuzumab
    5. Ofatumumab
  6. Welche Aussage zu Anti-CD20-Antikörpern ist falsch?
    1. Die Antikörper depletieren langlebige Antikörperproduzierende Plasmazellen, da diese CD20 exprimieren.
    2. Die Antikörper binden verschiedene Epitope des CD20-Antigens.
    3. Ocrelizumab ist neben der schubförmigen MS auch zur Therapie der PPMS zugelassen.
    4. Ofatumumab führt primär über komplementvermittelte Lyse zur B-Zell-Depletion.
    5. Ublituximab zeichnet sich durch eine modifizierte Glykosylierung des Fc-Fragments aus.
  7. Wie lang ist die Halbwertszeit von Alemtuzumab?
    1. 4 – 5 Tage
    2. 16 Tage
    3. 22 Tage
    4. 26 Tage
    5. 28 Tage
  8. Welche Aussage zur Pharmakodynamik der Lymphozyten-Depletion und -Repletion ist falsch?
    1. Unter einer Alemtuzumab-Therapie erfolgt die Repletion der T-Zellen langsamer als die der B-Zellen.
    2. Eine Hyperrepopulation der B-Zellen unter Alemtuzumab könnte im Zusammenhang mit B-Zellvermittelten sekundären ZNS-Erkrankungen stehen.
    3. Im Vergleich zur intravenösen Applikation führte die subkutane Gabe von Anti-CD20-Antikörpern im Mausmodell zu einer geringeren Depletion von Marginalzonen-B-Gedächtniszellen und follikulären B-Zellen in sekundären Lymphorganen.
    4. Ocrelizumab führte in klinischen Studien innerhalb von 24 Stunden zu einer vollständigen Depletion der B-Zellen im Blut.
    5. Die mediane Repletionsdauer unter Ofatumumab ist mit 24,6 Wochen kürzer als bei intravenös applizierten Anti-CD20-Antikörpern mit 60 – 72 Wochen.
  9. Welche Aussage zu Neutropenien und Immunglobulin-(Ig-)Spiegeln bei der Anwendung monoklonaler Antikörper in der MS-Therapie ist falsch?
    1. In Übereinstimmung mit der geringgradigen Expression von CD52 auf Neutrophilen führte Alemtuzumab bei 20 – 25 % der Behandelten zu Neutropenien.
    2. Bei der Behandlung mit Anti-CD20-Antikörpern wurden bei 0,6 – 4,6 % der Personen Neutropenien festgestellt, obwohl Neutrophile kein oder kaum CD20 exprimieren.
    3. Unter Natalizumab blieben die IgG- und IgM-Spiegel unverändert.
    4. Unter Ocrelizumab war eine niedrigere IgG-Menge mit einer erhöhten Rate schwerwiegender Infektionen assoziiert.
    5. Ofatumumab war bis zu fünf Jahre mit einem stabilen Serum-IgG-Spiegel verbunden.
  10. Zu welchem Zeitpunkt traten bei einer Therapie mit Anti-CD20-Antikörpern die meisten Infusions-/Injektions-bedingten Reaktionen (IRR) auf?
    1. IRR waren zu jedem Zeitpunkt der Behandlung gleich häufig zu beobachten.
    2. Bei der ersten Verabreichung
    3. Bei der zweiten Verabreichung
    4. Bei der dritten Verabreichung
    5. Bei der letzten Verabreichung